So funktioniert eine Wärmepumpe

Eine Wärmepumpe nimmt Wärme aus der Umgebung auf, meist aus der Außenluft. Ein Kältemittel verdampft dabei schon bei Minusgraden. Ein Verdichter bringt es auf 35 bis 70 °C, und diese Wärme geht an Ihre Heizung und ans Warmwasser. Aus 1 kWh Strom werden so 3 bis 5 kWh Wärme.

Blick in das Innere einer Luft-Wasser-Wärmepumpe

Wie ein Kühlschrank, nur andersherum

Ein Kühlschrank holt Wärme aus seinem Innenraum und gibt sie hinten an die Küche ab. Eine Wärmepumpe macht dasselbe mit Ihrem Garten: Sie holt Wärme aus der Außenluft und gibt sie an Ihr Haus ab. Auch Luft mit −10 °C enthält noch viel nutzbare Wärme.

Der Kreislauf in vier Schritten

  1. Verdampfen

    Ein Ventilator zieht Außenluft durch einen Wärmetauscher. Darin fließt ein Kältemittel, das schon weit unter null Grad verdampft. Bei der Lambda ist das Propan (R290), ein natürliches Kältemittel.
  2. Verdichten

    Ein Verdichter presst das Gas zusammen. Dabei steigt die Temperatur stark an. Hier verbraucht die Wärmepumpe den größten Teil ihres Stroms.
  3. Verflüssigen

    Das heiße Gas gibt seine Wärme über einen zweiten Wärmetauscher an das Heizungswasser ab und wird dabei wieder flüssig.
  4. Entspannen

    Ein Expansionsventil senkt den Druck. Das Kältemittel kühlt stark ab und ist bereit für die nächste Runde.
Schema des Kältekreises einer Wärmepumpe in vier Schritten

Die wichtigste Zahl: die Jahresarbeitszahl

Die Jahresarbeitszahl, kurz JAZ, sagt, wie viel Wärme eine Wärmepumpe über ein ganzes Jahr aus einer Kilowattstunde Strom macht. Eine JAZ von 4 bedeutet: 1 kWh Strom, 4 kWh Wärme. Drei Viertel der Wärme kommen also kostenlos aus der Luft.

Die JAZ hängt vor allem von der Vorlauftemperatur ab. Je niedriger die Temperatur, die Ihre Heizung braucht, desto weniger muss der Verdichter arbeiten. Deshalb rechnen wir vor jedem Angebot die Heizlast aus und stellen die Heizkurve nach dem Einbau genau ein.

Nicht verwechseln: Der COP ist ein Momentwert unter Prüfbedingungen, der SCOP ein genormter Jahreswert vom Prüfstand. Die JAZ misst, was bei Ihnen zu Hause wirklich passiert.

1 : 5

Strom zu Wärme bei einer JAZ von 5

Quelle: typischer Wert unserer Lambda-Anlagen

Angabe aus eigenen Anlagen.

Luft, Erdreich oder Grundwasser?

Wärmequellen im Vergleich
Luft-Wasser Erdwärme (Sole-Wasser) Grundwasser (Wasser-Wasser)
WärmequelleAußenluftErdsonde oder FlächenkollektorBrunnenanlage
ErdarbeitenkeineBohrung oder großer Gartenzwei Brunnen
Genehmigungin der Regel keinemeist wasserrechtlichwasserrechtlich
Anschaffungam günstigstendeutlich teurerteuer, standortabhängig
Effizienzgut bis sehr gut (Lambda: sehr gut)sehr gutsehr gut

Wir bauen heute fast nur noch Luft-Wasser-Wärmepumpen ein. Mit der Lambda erreichen sie Jahresarbeitszahlen, für die man früher bohren musste, und Sie sparen die Kosten und den Aufwand für Bohrung und Genehmigung.

Wie laut ist das Außengerät?

Ein modernes Außengerät ist leiser, als viele erwarten. Die Lambda-Modelle liegen bei 42 bis 50 dB(A) Schallleistung. Was beim Nachbarn ankommt, hängt vom Abstand und vom Aufstellort ab: Eine Hauswand verstärkt den Schall, eine Hecke dämpft ihn.

Nachts gelten in Wohngebieten Richtwerte von 35 bis 40 dB(A) am Fenster des Nachbarn (TA Lärm). Das entspricht etwa leisem Flüstern. Den Standort planen wir so, dass diese Werte sicher eingehalten werden.

Keine Sorge, wenn es im Winter dampft

An feuchten Wintertagen setzt sich an den Lamellen des Außengeräts Reif ab. Die Wärmepumpe taut ihn regelmäßig ab. Dabei steigt für ein paar Minuten eine weiße Wolke auf: Wasserdampf, kein Rauch. Unter dem Gerät sammeln sich dabei einige Liter Wasser, deshalb planen wir ein Kiesbett oder einen Ablauf ein.

Strom: Tarif, Photovoltaik und Netzbetreiber

Für Wärmepumpen bieten viele Versorger günstigere Stromtarife an, oft mit eigenem Zähler. Neue Wärmepumpen gelten außerdem als „steuerbare Verbrauchseinrichtung“ nach § 14a Energiewirtschaftsgesetz: Der Netzbetreiber darf die Leistung in seltenen Engpässen kurz drosseln, dafür zahlen Sie weniger Netzentgelt. Geheizt wird trotzdem, eine Mindestleistung ist gesetzlich garantiert.

Mit einer Photovoltaikanlage auf dem Dach deckt die Wärmepumpe im Frühjahr, Sommer und Herbst einen Teil ihres Stroms selbst, vor allem beim Warmwasser. Im Winter liefert die Anlage wenig. Das rechnen wir ehrlich mit Ihnen durch.

Häufige Fragen

Kann eine Wärmepumpe auch kühlen?
Die Lambda kann im Sommer aktiv kühlen. Über eine Fußbodenheizung wird es dann angenehm temperiert, aber nicht klimaanlagenkalt. Über normale Heizkörper funktioniert Kühlen kaum.
Wie lange hält eine Wärmepumpe?
Mit regelmäßiger Wartung rechnen wir mit 20 Jahren und mehr. Das wichtigste Verschleißteil ist der Verdichter.
Braucht eine Wärmepumpe Wartung?
Weniger als eine Öl- oder Gasheizung: kein Schornsteinfeger, kein Brenner. Wir empfehlen einen jährlichen Check von Anlage, Kältekreis und Einstellungen.
Was passiert bei einem Stromausfall?
Dann heizt die Wärmepumpe nicht, genau wie eine Öl- oder Gasheizung mit elektrischem Brenner und Pumpen. Das Haus kühlt nur langsam aus, und nach dem Stromausfall läuft die Anlage automatisch wieder an.

Passt eine Wärmepumpe zu Ihrem Haus?

Schicken Sie uns ein paar Eckdaten zu Haus und Heizung. Sie hören innerhalb von zwei Werktagen von uns.

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